Pflege

Unser Leistungsangebot

Die Ökumenische Sozialstation Dieburg bietet koordinierte Pflege, Schulungen und Notrufservices unter einem Dach. Für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können wir daher eine umfangreiche Leistungspalette bieten.

Das Leistungsangebot der Sozialstation Dieburg umfasst:

Behandlungspflege

Behandlungspflege beinhaltet Leistungen, die auf ärztliche Verordnung durchgeführt werden, z.B. Spritzen, Wundversorgung, Verbände oder Kompressionsstrümpfe an- / ausziehen

Übergangspflege nach Krankenhausaufenthalt oder ambulanter OP

Mit dem Krankenhausstrukturgesetz haben sich nicht nur die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser geändert. Der Gesetzgeber hat die Gelegenheit auch dazu genutzt, um eine seit vielen Jahren bestehende Versorgungslücke zu überbrücken.

Patienten, die nach einem Krankenhausaufenthalt, einer ambulanten OP oder aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung vorübergehend Hilfe bei der Grundpflege oder im Haushalt brauchen, haben einen gesetzlichen Leistungsanspruch für die Übergangspflege als Leistung der Krankenkasse.

Für Ansprüche aus der Pflegeversicherung ist meistens der Zeitraum zu kurz (Pflegebedürftigkeit länger als 6 Monate), für welchen der Hilfebedarf besteht.

Folgende Leistungen stehen Ihnen zu:

  • Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung im Rahmen der häuslichen Krankenpflege (§ 37 Abs. 1a SGB V), eine Behandlungspflege muss nicht gleichzeitig verordnet werden;
  • Haushaltshilfe für 28 Kalendertage (§ 38 Abs. 1 SGB V), ein Kind muss nicht im Haushalt leben;
  • Falls die oben genannten Leistungen nicht ausreichen, gibt es die Möglichkeit zur Versorgung in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung für bis zu 8 Wochen je Kalenderjahr. Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten für Pflege, Betreuung und Behandlungspflege bis zu einem Betrag von 1.612 € pro Kalenderjahr. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten und ggf. Ausbildungsumlage sind vom Patienten zu tragen (§ 39c SGB V), eine Pflegestufe/Pflegegrad ist nicht notwendig.

Grundpflege

Unsere Caritas-Sozialstationen erbringen Leistungen der Grundpflege wie beispielsweise

  • Hilfe bei der Körperpflege (Waschen, Baden, Duschen)
  • An- und Auskleiden
  • Durchführung der täglichen Mundpflege, Haar- oder Nagelpflege
  • Aufstehen und Mobilisation
  • Betten und Lagern
  • Krankenbeobachtung
  • Richten oder Zubereiten von Mahlzeiten und Hilfe beim Essen und Trinken
  • Inkontinenzversorgung (Blasen - und Darmentleerung)

Die Kosten für diese Leistungen übernimmt bei einer Einstufung in eine Pflegestufe die Pflegekasse als so genannte Sachleistungen.

Selbstverständlich sind wir auch für Sie da, wenn Sie keine Leistungen von der Pflegekasse erhalten und unterstützen Sie gerne.

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI

Macht die private Pflegeperson z.B. Urlaub oder ist durch eine Krankheit oder durch sonstige Gründe vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Ersatzpflege / Verhinderungspflege nach SGB XI § 39.

Dies kann ein Pflegedienst, eine Einzelpflegekraft, ehrenamtliche Pflegende oder nahe Angehörige sein.

Die Verhinderungspflege ist bis zu 6 Wochen pro Kalenderjahr bzw. stundenweise möglich.

Ab dem 1.1.2017 stehen die Leistungen der Verhinderungspflege den Versicherten der Pflegegrade 2-5 zu.

Entlastungsleistungen / Betreuungsleistungen

Der monatlich zur Verfügung stehende „Betreuungs- und Entlastungsbetrag“ von bisher 104 € (Grundbetrag) oder 208 € (erhöhter Betrag), wird ab dem 1.1.2017 auf 125 € erhöht. Wenn Ihnen derzeit 208 € je Monat zustehen, dann gilt für Sie ein Bestandsschutz.

Mit dem Entlastungsbetrag werden folgende Leistungen erstattet:

  • Tages- oder Nachtpflege
  • Kurzzeitpflege
  • Leistungen ambulanter Pflegedienste in den Pflegegraden zwei bis fünf (außer im Bereich der Selbstversorgung)
  • Anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag und sozialer Kontakte

Gibt es noch Unklarheiten oder Fragen?

Gerne stehen wir Ihnen zu einem Gespräch zur Verfügung.

Pflege-Beratungsbesuche nach § 37.3 SGB XI

Wer die Pflege und Betreuung durch Angehörige oder Freunde in der häuslichen Umgebung selbst sicherstellt und Pflegegeld bezieht, ist nach § 37.3 SGB XI (Pflegeversicherung) verpflichtet, einen Beratungsbesuch von einem Pflegedienst in Anspruch zu nehmen. Die Beratungsbesuche sollen eine regelmäßige Hilfestellung und pflegefachliche Unterstützung der Pflegepersonen sein und der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege dienen. Dabei stehen Fragen zu Beschaffung von Pflegehilfsmitteln, Hebetechniken, Lagerungstechniken, Wohnraumanpassung und Fragen zu Höherstufungsanträgen im Vordergrund.

Die Pflegefachkraft, die den Beratungsbesuch durchführt, kann Ihnen mit praktischen Tipps und mit Rat helfen, Probleme zu erkennen und Lösungen anbieten.

Pflegeberatungsbesuche finden ab Januar 2017 im Pflegegrad 1-2 halbjährlich und in den Pflegegraden 3-5 vierteljährlich statt, die Kosten übernimmt die Pflegekasse.

Schulung in der Häuslichkeit

Die Pflegeperson kann zu Hause, auf Antrag bei der Pflegekasse, zu den genauen Bedürfnissen der hilfebedürftigen Person geschult werden. Schulungsinhalte sind z.B. Grundpflege, vorbeugende Maßnahmen, Umgang mit Inkontinenzproblem, Einsatz von Hilfsmitteln usw.

Hausnotruf

Auf Knopfdruck Hilfe

Damit Sie künftig noch sicherer in Ihrem eigenen Zuhause leben können bieten unsere Ambulanten Pflegedienste Ihnen den Hausnotruf an

Viele Menschen, die im Alter alleine leben, plagt die Sorge, was geschieht, wenn etwas passiert und keiner da ist, der Hilfe holen kann. Unsere Caritas Sozialstationen bieten Ihnen für eine häusliche Sicherheit den Hausnotruf an:
Durch einen kleinen Sender, der am Körper getragen wird, kann auf Knopfdruck jederzeit Hilfe gerufen werden. Zu jeder Zeit und von jedem Zimmer aus.
Der Sender vermittelt den Trägern und seinen Angehörigen ein Gefühl der Sicherheit, sie brauchen keine Angst vor dem Alleine sein zu haben, da sie in einem Notfall durch Tastendruck Hilfe rufen können.

Für ein sicheres Gefühl zu Hause

Die dazu erforderlichen Anschaffungen sind gering, denn zum Telefon benötigt man nur noch eine sog. Teilnehmerstation und den Notrufsender, den man immer bei sich trägt.
Es gibt die Möglichkeit, beim Sozialamt die Kostenübernahme für die Teilnehmerbeiträge zu beantragen. Nach dem Pflegegesetz kann auch die Pflegeversicherung die Kosten für die technische Ausstattung als „Hilfsmittel für Pflegebedürftige“ übernehmen. Sprechen Sie unsere Mitarbeitenden an, wenn Sie Interesse daran haben oder wenn Ihrerseits noch Fragen dazu bestehen.

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Unsere Privatleistungen für Sie und Ihr Wohl

PDF mit den Privatleistungen zum herunterladenHier herunterladen

Hier können Sie ein Faltblatt mit unseren Privatleistungen als PDF-Datei herunterladen.

Aufgeführt werden Hilfeleistungen im Haushalt pflegebedürftiger Personen, Hilfen bei Medikation, Sicherheit, Beratung zu Pflege und Einstufung, sowie Betreuungs- und Entlastungsleistungen.

24 Stunden Rufbereitschaft bei pflegerischen Notfällen

Demnächst finden Sie an dieser Stelle Kontaktinformationen zu den Rufbereitschafts-Teams.